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Kreiseltheorie
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top
animation-zu-beginn
Die Kreiseltheorie beschÀftigt sich mit rotierenden Körpern, bei denen Verschiebungen im Raum und FormÀnderungen von untergeordneter Bedeutung sind.cite-ref-1[1]
Körper, auf die diese Beschreibung zutrifft, werden in der Theorie zusammenfassend als Kreisel bezeichnet und beinhalten so verschiedene Objekte wie Stehaufkreisel, Langgeschosse oder die Erde. Die Kreiselbewegungen sind fĂŒr Mathematik, Physik und Ingenieurwesen â somit fĂŒr Theorie und Praxis â gleichermaĂen interessant. Ziel der Theorie ist es, Anwendungen wie die unten aufgefĂŒhrten auf eine sichere Grundlage zu stellen.cite-ref-2[2]
Leonhard Euler begrĂŒndete 1750 die (analytische) Kreiseltheorie, indem er die heute nach ihm benannten Kreiselgleichungen aufstellte. Die Kreiselgleichungen sind das Pendant zu Newtonâs zweitem Gesetz Kraft gleich Masse mal Beschleunigung fĂŒr rotierende Starrkörper und vergleichbar fundamental fĂŒr die Physik.
Die klassische Kreiseltheorie ist fast ausschlieĂlich dem schweren Kreisel gewidmet, der sich, wie die Animation wiedergibt, mit seinem Beharrungsvermögen in eigentĂŒmlicher Weise dem Umfallen aufgrund seiner Schwere widersetzt.cite-ref-3[3] Bis Anfang des 21. Jahrhunderts sind nur in wenigen FĂ€llen analytisch darstellbare Bewegungen gefunden worden und die Frage nach der Lösbarkeit der Kreiselgleichungen in der groĂen Mehrheit der Kreiselbewegungen bleibt offen. Die moderne Kreiseltheorie widmet sich den allgemeinen Eigenschaften des dynamischen Systems.cite-ref-richter2527-4-0[4] Bei realen KreiselphĂ€nomenen sind Reibeffekte wesentlich, mit denen sich beispielsweise das Aufrichten des Spielkreisels erklĂ€rt.
Anwendungen findet die Kreiseltheorie in der Eisenbahntechnik (Sinuslauf), der Drallstabilisierung von Schiffen (Schiffskreisel), Raumflugkörpern und TrÀgheitsnavigationssystemen sowie in der Astronomie und Ballistik.
Contents
âą Geschichte
âą Drallsatz
âą Kreiselwirkung
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
âą Literatur
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Geschichte
Die wissenschaftliche Behandlung von Kreiseln begann mit J. A. Segner (1704 â 1777), der auch schon die Bedeutung der Reibung fĂŒr das Aufrichten der Kreiselachse richtig erkannte.cite-ref-edmw-5-0[5] Leonhard Euler entwickelte 1736 eine Theorie der PrĂ€zessioncite-ref-darmstaedter-6-0[6] und 1750 die Kreiselgleichungen,cite-ref-truesdell-7-0[7] die er 1758 fĂŒr den krĂ€ftefreien Euler-Kreisel lösen oder zumindest auf elliptische Integrale zurĂŒckfĂŒhren konnte.cite-ref-euler-8-0[8] Von nun an war es möglich, Erkenntnisse aus Lösungen der Gleichungen abzuleiten, was sich allerdings als Ă€uĂerst hartnĂ€ckiges âKreiselproblemâ herausstellte.
Anders als bei Newtonâs zweitem Gesetz, das spektakulĂ€re Erfolge in der Himmelsmechanik feierte, gelang eine Lösung der Kreiselgleichungen nur beim Euler-Kreisel und erst 38 Jahre spĂ€ter (1788) beim schweren symmetrischen Kreisel mit Fixpunkt durch Joseph-Louis Lagrange.cite-ref-lagrange-9-0[9] Carl Gustav Jacob Jacobi veröffentlichte 1829 die Theorie der elliptischen und der Theta-Funktionen, mit denen sich die Kreiselgleichungen lösen lassen. Das hat Jacobi am Euler-Kreisel demonstriert und er empfahl 1849 mehrfach, das Problem mit diesen Funktionen anzugehen.cite-ref-10[10] Zwischenzeitlich (1834) trug Louis Poinsot seine anschauliche geometrische Deutung der Kreiselbewegungen bei und veröffentlichte SimĂ©on Denis Poisson seine kinematischen Gleichungen (1838).cite-ref-poisson-11-0[11]
Trotz des vielversprechenden Ansatzes mit Theta-Funktionen und Preisausschreiben der preuĂischen und russischen Akademie der Wissenschaften in den 1850er Jahren erwies sich die âmathematische Nixeâ, wie das Kreiselproblem in Deutschland mittlerweile aufgrund der Ăsthetik des Gegenstands und der Grundgleichungen sowie seiner mathematischen Unnahbarkeit tituliert wurde, als Ă€uĂerst unzugĂ€nglich.cite-ref-12[12] Sofia Kowalewskaja entdeckte 1888 den letzten durch Theta-Funktionen lösbaren Fall, den schweren, symmetrischen, inhomogenen Kowalewskaja-Kreisel, womit die analytische Kreiseltheorie zu einem gewissen Abschluss kam.cite-ref-13[13] So sind die Standardwerke von Klein und Sommerfeld (entstanden 1896â1910), Richard Grammel (1920, 1950) oder Kurt Magnus (1971) noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts benutzbar. Ein Beleg dafĂŒr ist, dass ersteres Werk noch 100 Jahre nach seinem Erscheinen ins Englische ĂŒbersetzt wurde.cite-ref-kleinsommer-14-0[14]
A. M. Ljapunow bewies 1894, dass die drei FĂ€lle von Euler, Lagrange und Kowalewskaja die einzigen sind, in denen die Lösung der Bewegungsgleichungen bei beliebigen Anfangsbedingungen eine eindeutige Funktion der Zeit ist, und Ă. Husson zeigte 1905,cite-ref-husson-15-0[15] dass diese Kreisel auch die einzigen durch algebraische #Integrale der Bewegung lösbaren FĂ€lle sind.cite-ref-16[16] Um 1900 haben Mathematiker einige integrierbare SpezialfĂ€lle gefunden,cite-ref-17[17] aber die Frage nach der Lösbarkeit der groĂen Mehrheit der Kreiselbewegungen bleibt bis ins 21. Jahrhundert hinein offen.cite-ref-richter2525-18-0[18]
Wenngleich sich die klassische Kreiseltheorie ĂŒberwiegend mit dem starren Körper mit Fixpunkt befasste, so wurden doch auch kreiselĂ€hnliche Erscheinungen an rotierenden Ketten, verformbaren Körpern â insbesondere der Erde â oder FlĂŒssigkeiten untersucht. Durch die Raumfahrt kamen neue Problemstellungen hinzu,cite-ref-magnus1963-19-0[19] wie beispielsweise
⹠die Selbsterregung (im körperfesten System aufgebrachte Momente) zwecks Stabilisierung und Lageregelung, siehe Stabilisierung (Raumfahrt),
⹠die Bewegungen von Körpern mit verÀnderlichen Massen,
âą die Bewegungen starrer Körper mit FlĂŒssigkeitsfĂŒllung,
âą die Drehbewegungen in einem zentralen Schwerefeld oder
âą die Beeinflussung von Translations- und Rotationsbewegungen.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die Computerhard- und -software und mit ihnen die numerische Simulation soweit, dass mit ihrer Hilfe die Bewegungsgleichungen bei beliebigen Anfangsbedingungen und jeder gewĂŒnschten Genauigkeit berechnet werden können.cite-ref-magnus109-20-0[20] Die analytischen Lösungen verloren nun die frĂŒher berechtigte, zentrale Bedeutung und die Theorie wandte sich den nicht integrablen FĂ€llen zu. Analytische und geometrische Methoden zu ihrer Untersuchung entstanden, die auch immer wieder durch den Kowalewskaja-Kreisel motiviert waren, der die Wissenschaft das gesamte 20. Jahrhundert hindurch beschĂ€ftigte. Die Untersuchungsmethoden der integrablen FĂ€lle wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf die nicht-integrablen dynamischen Systeme ĂŒbertragen.cite-ref-21[21]
Eigenschaften der Kreisel und ihrer Bewegungen
Die Kreiseltheorie versteht unter einem Kreisel einen beliebig gestalteten starren Körper, der Drehbewegungen ausfĂŒhrt. Dieses idealisierende Modell fĂŒr wirkliche Kreisel ermöglicht deren Verhalten mit einfacheren mathematischen Hilfsmitteln zu erfassen.cite-ref-22[22] Die klassische Kreiseltheorie konzentrierte sich auf den schweren Kreisel, der in einem Inertialsystem in einem seiner Punkte derart festgehalten wird, dass er sich um diesen Punkt noch irgendwie drehen kann.cite-ref-23[23] Diese Forderung stellt nur eine kleine EinschrĂ€nkung dar, denn jede Starrkörperbewegung lĂ€sst sich in Rotation und Translation zerlegen, und sofern letztere (nĂ€herungsweise) gleichförmig ist, spielt sie fĂŒr die Kreiselbewegung keine Rolle. Durch die Fixierung in einem Punkt fallen die drei VerschiebungsÂfreiheitsgrade weg und verbleiben nur die drei Drehfreiheitsgrade des Kreisels, siehe #Bezugssysteme und Euler-Winkel.
Die Geschwindigkeit der Drehbewegung ist in der Kreiseltheorie unwesentlich. Der relativ langsam umlaufende âErdkreiselâ unterliegt den Kreiselgesetzen genauso wie ein mit 60.000/min rotierender technischer Kreisel, allerdings vereinfachen sich die GesetzmĂ€Ăigkeiten bei diesen sogenannten schnellen Kreiseln auĂerordentlich.cite-ref-24[24]
abb-bewegungsform
Die Bewegungen des krĂ€ftefreien Kreisels werden in der Kreiseltheorie Nutation genannt und die fremderregten PrĂ€zession.cite-ref-25[25]cite-ref-pr-zession-26-0[26] Allerdings sind diese Bezeichnungen nicht einheitlich. Arnoldcite-ref-arnold-27-0[27] beispielsweise nennt die periodische Ănderung der Neigung der Figurenachse gegenĂŒber der Lotlinie beim Lagrange-Kreisel Nutation und die azimutale Drehung PrĂ€zession.
Die Drehachse eines Kreisels ist nicht körperfest, sie kann sich also relativ zum Kreisel bewegen und ĂŒberstreicht dabei den körperfesten Gangpolkegel oder kurz Polkegel. Gleichzeitig bewegt sich die Drehachse auch im Raum und erzeugt dadurch eine FlĂ€che, den Rastpol- oder Spurkegel. Die Leitkurve der Kegel ist der Endpunkt des Winkelgeschwindigkeitsvektors, der teils chaotisch schwankt, nur selten einen Zustand zweimal einnimmt und beliebig geformte Spurkegel und Polkegel erzeugt. Hat der Kreisel einen Fixpunkt, dann befinden sich die Spitzen der Kegel in diesem Fixpunkt, und die Bewegung des Kreisels kann als ein schlupfloses Abrollen des körperfesten Polkegels auf dem raumfesten Spurkegel gedeutet werden.cite-ref-28[28] Bei der regulĂ€ren PrĂ€zession wie beim symmetrischen Euler-Kreisel sind die Kegel Kreiskegel und die Bewegung durch die Kegel besonders anschaulich, siehe Abbildung 2 zur Bewegungsform.
speichenrad
Der krĂ€ftefreie Kreisel befolgt mangels Ă€uĂerer Einwirkungen den Energieerhaltungssatz. Solche ErhaltungsgröĂen sind in der Kreiseltheorie von groĂem Interesse und werden #Integrale der Bewegung genannt. Dem Spielkreisel nahe verwandt ist der Lagrange-Kreisel, an dem paradoxe Kreiselerscheinungen auffallen:
⹠die PrÀzession mit horizontaler Figurenachse, siehe Abbildung 3 zum Speichenrad, und
âą das Aufrichten des Kreisels entgegen der Schwerkraft, wie beim Stehaufkreisel.
Beim Kowalewskaja-Kreisel sind die Bewegungsfunktionen mathematisch anspruchsvoll und fast alle seine Bewegungen Ă€ndern ihr StabilitĂ€tsverhalten, wenn sie schneller oder langsamer erfolgen. Der deutsche Mathematiker Wilhelm Hess entdeckte 1890 das loxodromische Pendel, dessen Schwerpunkt sich wie bei einem sphĂ€rischen Pendel unter kreiselspezifischer Schwerebeschleunigung bewegt, siehe Abbildung 4 zum Hessâschen Pendel.
abb-hesspendel
Jeder Kreisel kann permanente Staude-Drehungen um eine körperfeste lotrechte Achse ausfĂŒhren. Ebenfalls sind pseudoregulĂ€re PrĂ€zessionen möglich, wenn der Drehimpuls groĂ und nahe einer Symmetrieachse ausgerichtet ist. Die Bewegung gleicht der regulĂ€ren PrĂ€zession, bei der der Kreisel wie in Abb. 1 um eine raumfeste und eine andere körperfeste Achse gleichmĂ€Ăig rotiert und die beiden Achsen einen gleichbleibenden Winkel einschlieĂen. Bei der pseudoregulĂ€ren PrĂ€zession treten jedoch mit dem Auge kaum wahrnehmbare, kleine, ĂŒberlagernde, zykloidenÂĂ€hnliche Oszillationen der Drehachse auf, die nach einem der Astronomie entlehnten Wort ebenfalls Nutationen genannt werden.cite-ref-29[29]cite-ref-autenrieth-30-0[30] Eine Zusammenstellung einiger FĂ€lle, in denen bis Anfang des 21. Jahrhunderts exakte Lösungen der Bewegungsgleichungen gelungen sind, finden sich bei den Euler-Poisson-Gleichungen.cite-ref-31[31]
Die EnergieflÀche, auf der die Winkelgeschwindigkeit entlangfÀhrt, kann bei allen Kreiseln analytisch beschrieben werden und es zeigt sich, dass die FlÀche in instabilen relativen Gleichgewichten verzweigen kann, beispielsweise wenn der senkrecht stehende Kreisel instabil ist. In solchen Verzweigungspunkten Àndert die EnergieflÀche ihre Eigenschaften (Topologie), was analytisch darstellbar und kreiseltheoretisch von Interesse ist.cite-ref-richter2526-32-0[32]
Drehimpuls und DrehtrÀgheit
Der Schwung eines Massenpunkts, sein Beharrungsvermögen in der momentanen Bewegung, ist physikalisch durch seinen Impuls gegeben, der das Produkt aus der Masse und der Geschwindigkeit ist. Der Schwung von Kreiseln, ihr Beharrungsvermögen in der momentanen Drehung, ist entsprechend durch ihren Drehimpuls gegeben, der eine vektorielle GröĂe mit Richtung und LĂ€nge ist. Je gröĂer der Drehimpuls ist, desto schwerer ist es, den Kreisel von seiner augenblicklichen Drehung abzubringen.
abb-traegheitsellipsoid
Der Drehimpuls eines mit dem Kreisel rotierenden Massenpunkts ist gegeben durch seinen Abstand von der Drehachse und seinen Impuls, der mit der Geschwindigkeit wĂ€chst, die im Kreisel mit dem Abstand zur Drehachse zunimmt. Somit ist der Drehimpuls eines Massenpunkts proportional zum Quadrat seines Abstands zur Drehachse. Das Produkt aus Masse und dem Quadrat des Abstands zur Drehachse ist das TrĂ€gheitsmoment des Massenpunkts und die Summation ĂŒber alle Massenpunkte des Kreisels liefert dessen TrĂ€gheitsmoment um die jeweilige Achse.
Die DrehtrĂ€gheitseigenschaften bei Drehung um einen Bezugspunkt auf der Drehachse lassen sich fĂŒr einen Kreisel anschaulich durch sein TrĂ€gheitsellipsoid darstellen, siehe Abbildung 5 dazu. Der Abstand zwischen dem Bezugspunkt und dem Schnittpunkt der Drehachse mit dem TrĂ€gheitsellipsoid bestimmt das TrĂ€gheitsmoment J um die Achse. Die Halbachsen des TrĂ€gheitsellipsoids sind die Hauptachsen und ihre relativen LĂ€ngen hĂ€ngen mit den HaupttrĂ€gheitsmomenten des Kreisels zusammen, die den Kreisel kennzeichnende physikalische GröĂen sind.
Die Drehachse muss keineswegs fest sein, sondern kann sich im Raum und relativ zum Kreisel bewegen, wobei sich sein TrĂ€gheitsmoment mit der Achsrichtung Ă€ndern kann. Anders als bei Geschwindigkeit und Impuls ist der Zusammenhang zwischen Drehgeschwindigkeit und Drehimpuls zeitabhĂ€ngig und auĂerdem mĂŒssen beide GröĂen auch nicht parallel sein.
Eine charakteristische Abmessung des Kreisels kann dazu verwendet werden, die LÀngen zu skalieren, und ein HaupttrÀgheitsmoment dazu, die Zeit oder Energie zu skalieren,cite-ref-richter2526-32-1[32] weswegen zwei Kreisel mit zueinander Àhnlichen Ellipsoiden und vergleichbarer Lage des Massenmittelpunkts und des Bezugspunkts bei gleichen Anfangsbedingungen in Àhnlicher Weise umlaufen.
Drallsatz
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Hauptartikel
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Drallsatz
Die Dynamik des Kreisels lÀsst sich mit dem Drehimpuls Àhnlich der Dynamik des Massenpunkts formulieren:cite-ref-33[33]
TrÀgheitsprinzip
Der krÀftefreie Kreisel bewegt sich so, dass sein Drehimpuls nach Betrag und Richtung konstant bleibt (so wie sich ein krÀftefreier Massenpunkt gleichförmig bewegt).
Drallsatz (Aktionsprinzip)
Unter dem Einfluss von Drehmomenten bewegt sich der Kreisel derart, dass die Ănderungsgeschwindigkeit des Drehimpulsvektors nach Richtung und Betrag gleich dem angreifenden Moment ist (so wie die Beschleunigung des Massenpunkts in Richtung einer angreifenden Kraft erfolgt).
Die Analogien zwischen Rotation und Translationsbewegung hören jedoch dort auf, wo die typischen Kreiselbewegungen beginnen. Denn wĂ€hrend Impuls und Geschwindigkeit bei der Translation immer parallel und proportional zueinander sind, trifft das auf Drehimpuls und Drehgeschwindigkeit in den kreiseltheoretisch interessanten FĂ€llen nicht zu. Wird ein anfangs ruhender Kreisel durch einen DrehstoĂ um eine Achse in Drehung versetzt, muss er anschlieĂend keineswegs um diese Achse kreisen.cite-ref-34[34] Bei konstantem Drehimpuls muss die Winkelgeschwindigkeit mitnichten konstant sein und umgekehrt, was der Dschanibekow-Effekt und der Euler-Kreisel untermauern.cite-ref-35[35] Im Allgemeinen gilt:
âą Bei konstantem Drehimpuls Ă€ndert sich bei freier Bewegung fortlaufend die Drehachse und der Kreisel taumelt oder âeiertâ.
âą Wird die Drehachse festgehalten, dann Ă€ndert sich fortlaufend der Drehimpuls, wofĂŒr die Halterungen der Drehachse die dazu notwendigen Momente einbringen und die #Kreiselwirkungen abtragen mĂŒssen.
abb-parallelismusgleichsinnig
Der Drallsatz ist das wichtigste physikalische Gesetz in der Kreiseltheorie und schlĂ€gt sich anschaulich in der Regel vom gleichsinnigen Parallelismuscite-ref-regel-vom-gleichsinnigen-parallelismus-36-0[36] nieder, siehe Abbildung 6 dazu: Greift am Kreisel ein Drehmoment M an, dann versucht der Kreisel seine Drehbewegung, ausgedrĂŒckt durch den Drehimpuls L, dem Drehsinn des Moments gleichsinnig parallel auszurichten, was im Bild blau angedeutet ist.
abb-kraeftepaar
Mit diesem Grundsatz erklĂ€ren sich viele Eigenschaften der Kreiselbewegungen. Wirkt beispielsweise eine Kraft auf einen Kreisel mit Fixpunkt, dann entsteht im Fixpunkt eine Gegenkraft und mit ihr ein KrĂ€ftepaar, das ein zur Ebene des KrĂ€ftepaars senkrechtes Moment ausĂŒbt, siehe Abbildung 7 dazu. In dessen Richtung â immer senkrecht zur Kraft â weicht der Kreisel aus. Das gilt jedoch nur fĂŒr den Drehimpuls und nur beim schnellen Kreisel auch fĂŒr die Drehachse oder ggf. die Hauptachse, um die der Kreisel dreht.cite-ref-37[37] Auch die PrĂ€zession mit horizontaler Drehachse wie in der Abbildung 3 zum Speichenrad lĂ€sst sich mit der Regel angewendet auf die Kreiselwirkung des axialen Drehimpulses beim Lagrange-Kreisel anschaulich erklĂ€ren.
Kreiselwirkung
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Hauptartikel
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Kreiselwirkung
Das auffĂ€lligste Merkmal von Kreiseln ist die des gyroskopischen Effekts oder der Kreiselwirkung, die sich als verblĂŒffende KraftĂ€uĂerung bemerkbar macht, wenn man versucht, die Drehachse eines Kreisels in eine neue Lage zu bringen. Die Kreiselwirkung Ă€uĂert sich dabei als Widerstand, der ĂŒber das beim ruhenden Körper bekannte MaĂ weit hinausgehen kann.cite-ref-grammel3-38-0[38]
Die Kreiselwirkung versucht nach der Regel des gleichsinnigen Parallelismus die Achse der Eigendrehung in Richtung und Orientierung mit der Achse der erzwungenen Drehung zur Deckung zu bringen.cite-ref-39[39] Sie ist eine dâAlembertsche TrĂ€gheitskraft und als solche ein einem angreifenden Moment entgegengesetzt gleich groĂes Moment: Moment und Kreiselwirkung gleichen sich aus (befinden sich im dynamischen Gleichgewicht.)
Die Kreiselwirkung ist gleich der Summe der im Körper durch die Euler- und ZentrifugalkrĂ€fte ausgeĂŒbten Momente. Die Euler-KrĂ€fte sind Ausdruck des Beharrungsvermögens gegen Winkelbeschleunigungen, und die ZentrifugalkrĂ€fte entstehen aus der TrĂ€gheit der Massenpunkte gegen RichtungsĂ€nderungen ihrer Bewegung. In den Richtungen senkrecht zu einem angreifenden Moment neutralisieren sich die Kreiselwirkungen der Euler- und ZentrifugalkrĂ€fte und befinden sich dort untereinander im dynamischen Gleichgewicht. Die Euler-KrĂ€fte sind Ausdruck von Winkelbeschleunigungen, die dort von den ZentrifugalkrĂ€ften im Kreisel hervorgerufen werden. Umgekehrt fĂŒhren die Winkelbeschleunigungen zur Ănderung der Drehachse und Drehgeschwindigkeit, was die ZentrifugalkrĂ€fte beeinflusst. Folge dieses dynamischen Wechselspiels ist besagtes Taumeln und âEiernâ des krĂ€ftefreien Kreisels.
Die Kreiselwirkungen werden bei Kurvenkreiseln, KollermĂŒhlen und der Drallstabilisierung technisch ausgenutzt.
Drallstabilisierung
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Hauptartikel
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Drallstabilisierung
Eine der technisch wertvollsten Eigenschaften von Kreiseln ist die Möglichkeit, mit ihnen Körper in ihrer rÀumlichen Ausrichtung zu stabilisieren. Dies wird, wie schon eingangs erwÀhnt, bei Schiffen, Raumflugkörpern und Geschossen ausgenutzt.
Die Drallstabilisierung zeigt sich beim einfachen Schwungrad in Abb. 8, wobei die Figurenachse (anfÀnglich in y-Richtung) frei ist, so dass sie ihre Richtung beliebig Àndern kann. Auf dieses ansonsten krÀftefreie Schwungrad wirke eine kurze Zeit in z-Richtung ein konstantes Moment Mz, das das Schwungrad in Drehung um z versetzt. Diese Drehung macht sich am ruhenden und rotierenden Schwungrad jedoch unterschiedlich bemerkbar:
1. Ruht das Schwungrad, dann beginnt es durch das Moment um z zu rotieren. Nachdem das Moment aufgehört hat zu wirken, verharrt das Schwungrad in der Drehung um z, der Drehwinkel Ï der Figurenachse um z nimmt monoton zu und ist unbeschrĂ€nkt. Die Winkelgeschwindigkeit und der Drehimpuls haben nur eine Komponente und die weist in z-Richtung. Der Neigungswinkel Ï zwischen Figurenachse und Momentenachse z bleibt unverĂ€ndert.
2. Rotiert das Schwungrad anfĂ€nglich hinreichend schnell um die Figurenachse, dann zeigt sich ein anderes Bild. Zwar fĂŒhrt das Moment auch hier zu einer linearen Zunahme des Drehimpulses in z-Richtung, aber weil sich diese Komponente zum anfĂ€nglichen (als viel gröĂer angenommenen) Drehimpuls in y-Richtung vektoriell addiert, der Drehimpuls also weiter vor allem in y-Richtung orientiert ist, und Drehimpuls und Winkelgeschwindigkeit einen spitzen Winkel einschlieĂen (siehe Energieellipsoid), dreht das Schwungrad weiter vor allem um die y-Achse. Dadurch bleibt der Drehwinkel Ï der Figurenachse um z beschrĂ€nkt. Nach der Regel vom gleichsinnigen Parallelismus versucht der Kreisel seine Drehung dem angreifenden Moment anzugleichen, wodurch der Winkel Ï abnimmt.
Ursache fĂŒr den geringen Einfluss des Moments auf die Drehung des rotierenden Schwungrads um z sind TrĂ€gheitskrĂ€fte, die Kreiselwirkungen aufbauen. Wird die Drehachse durch Lager irgendwie gehalten, neutralisieren sie diese Kreiselwirkungen und können die TrĂ€gheitskrĂ€fte nicht ihr Potenzial entfalten. Drallstabilisierung tritt nur bei Kreiseln auf, die ihre volle Bewegungsfreiheit in drei Drehfreiheitsgraden besitzen.cite-ref-40[40] Aber selbst dann gelingt eine Drallstabilisierung nicht immer, wie William Thomson, 1. Baron Kelvin und Peter Guthrie Tait zeigen konnten.cite-ref-41[41]
Integrale der Bewegung
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Hauptartikel
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Integral der Bewegung
In der Kreiseltheorie werden bei der Rotation eines Kreisels unverĂ€nderliche physikalische GröĂen Integrale genannt, manchmal auch erste Integrale, englisch first integrals.cite-ref-richter2525-18-1[18] Diese sind von hervorragender Bedeutung, weil sie die Lösung der Kreiselgleichungen ermöglichen oder zumindest, wie das Jellett-Integral beim Spielkreisel, die Bewegungen kennzeichnen.
Beim krÀftefreien Euler-Kreisel ist der Drehimpuls konstant und seine raumfesten Komponenten sowie sein Betrag sind bei dem Kreisel Integrale. Wenn das Schwerefeld konservativ ist, so wie das der Erde, befolgt die Kreiselbewegung den Energieerhaltungssatz, weshalb die Gesamtenergie dann ein Integral ist. Beim schweren Kreisel hat das Moment der lotrechten Schwerkraft keine Komponente in Lotrichtung und somit ist der Drehimpuls in dieser Richtung ein Integral. Jedoch besitzen die Integrale, wie beispielsweise die Kowalewskaja-Konstante, nicht immer eine anschauliche Bedeutung.
Beim schweren Kreisel existieren immer drei erste Integrale (der Euler-Poisson-Gleichungen) bei sechs Unbekannten. Wenn noch ein viertes Integral gefunden wird, dann kann mit der von Carl Gustav Jacob Jacobi ersonnenen Methode des letzten Multiplikatorscite-ref-letztermultiplikator-42-0[42] noch ein fĂŒnftes Integral konstruiert werden, womit die Bewegungsgleichungen gelöst sind. Denn eine der sechs Unbekannten ĂŒbernimmt die Rolle der unabhĂ€ngigen Variable, da die Zeit in den Gleichungen nicht explizit vorkommt.cite-ref-43[43]
Bezugssysteme und Euler-Winkel
In der Kreiseltheorie werden vor allem zwei Bezugssysteme verwendet:
Im Inertialsystem (blau in Abb. 9), in dem der Bezugspunkt ruht und der Kreisel rotiert, werden die Euler-Winkel definiert, die die Orientierung der Hauptachsen des Kreisels im Raum angeben. Der zeitliche Verlauf der Winkel bestimmt die Bewegungsfunktion des Kreisels. Im raumfesten System können die MassentrÀgheitsmomente um nicht festgehaltene Achsen zeitlich variabel sein.
Im mitrotierenden körperfesten Bezugssystem (rot) sind die Bewegungsgleichungen besonders leicht zu formulieren, weil dort die TrĂ€gheitsmomente zeitlich konstant sind. In den Bewegungsgleichungen mĂŒssen hier auftretende TrĂ€gheitskrĂ€fte berĂŒcksichtigt werden. Diese sind die Euler-Kraft und die Fliehkraft. CorioliskrĂ€fte kommen hier nicht vor, weil beim Starrkörper eine Bewegung seiner Massenpunkte relativ zum Körper ausgeschlossen ist.
In der Kreiseltheorie werden die Basisvektoren im raumfesten Bezugssystem mit den Eulerâschen Winkeln in der Standard-x-Konvention (z, xâČ, zâł) ausgedrĂŒckt. Der Winkel Ï ist der PrĂ€zessionswinkel, Ï der Neigungswinkel und Ï bestimmt die Eigendrehung des Kreisels.cite-ref-44[44] Bezeichnen die Einheitsvektoren ĂȘx,y,z die raumfeste Standardbasis (blau in Abb. 9) und ĂȘX,Y,Z = ĂȘ1,2,3 die mit dem Körper rotierende, bewegte Basis (rot), dann lauten die mitbewegten Basiseinheitsvektoren bezĂŒglich der raumfesten Basis:
e ^ ^ 1 = ( cos ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) â â sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) + cos ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) ) e ^ ^ 2 = ( â â cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) â â sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) â â sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) + cos ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) ) e ^ ^ 3 = ( sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) â â cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) ) {\displaystyle {\begin{aligned}{\hat {e}}_{1}=&{\begin{pmatrix}\cos(\psi )\cos(\varphi )-\sin(\psi )\cos(\vartheta )\sin(\varphi )\\\sin(\psi )\cos(\varphi )+\cos(\psi )\cos(\vartheta )\sin(\varphi )\\\sin(\vartheta )\sin(\varphi )\end{pmatrix}}\\{\hat {e}}_{2}=&{\begin{pmatrix}-\cos(\psi )\sin(\varphi )-\sin(\psi )\cos(\vartheta )\cos(\varphi )\\-\sin(\psi )\sin(\varphi )+\cos(\psi )\cos(\vartheta )\cos(\varphi )\\\sin(\vartheta )\cos(\varphi )\end{pmatrix}}\\{\hat {e}}_{3}=&{\begin{pmatrix}\sin(\psi )\sin(\vartheta )\\-\cos(\psi )\sin(\vartheta )\\\cos(\vartheta )\end{pmatrix}}\end{aligned}}}
Der Vektor
e ^ ^ N := e ^ ^ z Ă Ă e ^ ^ 3 sin ⥠⥠( Ï Ï ) = ( cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) 0 ) {\displaystyle {\hat {e}}_{N}:={\frac {{\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3}}{\sin(\vartheta )}}={\begin{pmatrix}\cos(\psi )\\\sin(\psi )\\0\end{pmatrix}}}
markiert die Knotenachse (gelbes N im Bild). Die Winkelgeschwindigkeit Ï Ï â â {\displaystyle {\vec {\omega }}} , ihre Komponenten und die Vektoren hĂ€ngen ĂŒber
Ï Ï â â = Ï Ï 1 e ^ ^ 1 + Ï Ï 2 e ^ ^ 2 + Ï Ï 3 e ^ ^ 3 = Ï Ï Ë Ë e ^ ^ z + Ï Ï Ë Ë e ^ ^ N + Ï Ï Ë Ë e ^ ^ 3 Ï Ï 1 = Ï Ï Ë Ë sin ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) + Ï Ï Ë Ë cos ⥠⥠( Ï Ï ) Ï Ï 2 = Ï Ï Ë Ë sin ⥠⥠( Ï Ï ) cos ⥠⥠( Ï Ï ) â â Ï Ï Ë Ë sin ⥠⥠( Ï Ï ) Ï Ï 3 = Ï Ï Ë Ë cos ⥠⥠( Ï Ï ) + Ï Ï Ë Ë Ï Ï Ë Ë = Ï Ï 1 sin ⥠⥠( Ï Ï ) + Ï Ï 2 cos ⥠⥠( Ï Ï ) sin ⥠⥠( Ï Ï ) Ï Ï Ë Ë = Ï Ï 1 cos ⥠⥠( Ï Ï ) â â Ï Ï 2 sin ⥠⥠( Ï Ï ) Ï Ï Ë Ë = Ï Ï 3 â â Ï Ï Ë Ë cos ⥠⥠( Ï Ï ) {\displaystyle {\begin{aligned}{\vec {\omega }}=&\omega _{1}{\hat {e}}_{1}+\omega _{2}{\hat {e}}_{2}+\omega _{3}{\hat {e}}_{3}={\dot {\psi }}{\hat {e}}_{z}+{\dot {\vartheta }}{\hat {e}}_{N}+{\dot {\varphi }}{\hat {e}}_{3}\\\omega _{1}=&{\dot {\psi }}\sin(\vartheta )\sin(\varphi )+{\dot {\vartheta }}\cos(\varphi )\\\omega _{2}=&{\dot {\psi }}\sin(\vartheta )\cos(\varphi )-{\dot {\vartheta }}\sin(\varphi )\\\omega _{3}=&{\dot {\psi }}\cos(\vartheta )+{\dot {\varphi }}\\{\dot {\psi }}=&{\frac {\omega _{1}\sin(\varphi )+\omega _{2}\cos(\varphi )}{\sin(\vartheta )}}\\{\dot {\vartheta }}=&\omega _{1}\cos(\varphi )-\omega _{2}\sin(\varphi )\\{\dot {\varphi }}=&\omega _{3}-{\dot {\psi }}\cos(\vartheta )\end{aligned}}}
zusammen. HĂ€ufig werden die Komponenten Ï1,2,3 im Hauptachsensystem auch mit p, q und r bezeichnet und gelegentlich tauschen die Winkel Ï und Ï die Bedeutung.
Bei sinÏ = 0 tritt eine SingularitĂ€t auf, weil dann, wegen cosÏ = ±1, die Winkel Ï und Ï in den Basisvektoren nach den Additionstheoremen nur als Kombination Ï Â± Ï vorkommen und somit verschiedene Winkel zur selben Basis fĂŒhren können.
Weblinks
âą TIB AV-Portal der Technische Informationsbibliothek, qualitĂ€tsgeprĂŒfte wissenschaftliche Videos zum Thema Kreisel.
âą Physik I -Vorlesung 11: Kreisel und PrĂ€zession Hochschule Bochum, Professor Eckehard MĂŒller auf youtube, eingestellt am 11. Januar 2016
Einzelnachweise
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cite-note-33. â Grammel (1920), S. 3.
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Literatur
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⹠Eugene Leimanis: The General Problem of the Motion of Coupled Rigid Bodies about a Fixed Point. Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1965, ISBN 978-3-642-88414-6, S. 10 f., doi:10.1007/978-3-642-88412-2 (englisch, eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
âą I. G. Gashenenko, P. H. Richter: Enveloping Surfaces And Admissible Velocities Of Heavy Rigid Bodies. In: World Scientific Publishing Company (Hrsg.): International Journal of Bifurcation and Chaos. Band 14, Nr. 8, 2004, ISSN 0218-1274, S. 2525â2553, doi:10.1142/S021812740401103X (iamm.su [PDF; abgerufen am 2. Juni 2019] siehe S. 2537).
âą E. F. Autenrieth, Max Ensslin: Technische Mechanik: Ein Lehrbuch der Statik und Dynamik fĂŒr Ingenieure. Springer-Verlag, Berlin 1922, ISBN 978-3-642-98876-9 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
âą MichĂšle Audin: Erinnerungen an Sofja Kowalewskaja. Springer Verlag, London u. a. 2008, ISBN 978-0-85729-928-4, S. 106, doi:10.1007/978-0-85729-929-1 (englisch, eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche â Originaltitel: Remembering Sofya Kovalevskaya.).